Fakten statt Vorverurteilung: AfD-Kreisverband Cuxhaven ordnet Berichterstattung ein
In der aktuellen Berichterstattung über den AfD-Kreisverband Cuxhaven werden mehrere Punkte angesprochen, die aus unserer Sicht einer sachlichen Einordnung bedürfen. Uns geht es dabei nicht um persönliche Auseinandersetzungen, sondern um eine faire Darstellung der tatsächlichen Verhältnisse im Landkreis Cuxhaven.
Wir bereiten uns intensiv auf die Kommunalwahl vor. In verschiedenen Städten, Gemeinden und Samtgemeinden laufen Gespräche mit möglichen Bewerbern. Dabei gibt es naturgemäß Unterschiede zwischen den einzelnen Orten: Manche Strukturen sind bereits gewachsen, andere befinden sich noch im Aufbau.
Lamstedt ist kein Mitglieder-Hotspot
In der Berichterstattung ist der Eindruck entstanden, Lamstedt sei ein besonderer Mitglieder-Schwerpunkt unseres Kreisverbandes. Diese Zuspitzung ist so nicht zutreffend.
Richtig ist: Unsere Mitgliederbasis verteilt sich über den gesamten Landkreis Cuxhaven. In einigen Bereichen gibt es stärkere Strukturen, in anderen weniger. Lamstedt ist organisatorisch sichtbar, aber nicht der zentrale Mitglieder-Hotspot des Kreisverbandes.
Wir halten es grundsätzlich für falsch, interne Mitgliederstrukturen öffentlich auszubreiten. Mitgliederzahlen, regionale Schwerpunkte und interne Aufbauarbeit sind keine Spielmasse für politische Gegner, sondern Teil unserer eigenen organisatorischen Verantwortung.
Nordleda: Rahmenbedingungen des Gastwirtes beachten
Auch der Bürgerdialog in Nordleda wurde in der Berichterstattung erneut so dargestellt, als habe die AfD pauschal die Presse ausgeschlossen. Diese Darstellung greift zu kurz.
Die Veranstaltung fand in gewerblich genutzten Räumlichkeiten einer Gaststätte statt. Die konkreten Rahmenbedingungen für die Nutzung und den Ablauf vor Ort wurden dabei nicht allein durch die AfD bestimmt, sondern standen auch unter der Verantwortung des Gastwirtes als Betreiber der Räumlichkeiten.
Aus unserer Sicht ist es deshalb nicht redlich, diese Entscheidung allein der AfD zuzuschreiben. Wer eine Veranstaltung in gewerblich genutzten Räumen durchführt, muss die Bedingungen des Eigentümers respektieren. Das gilt unabhängig davon, welche Partei oder welcher Verein dort eine Veranstaltung abhält.
Kommunalpolitik fair bewerten
In einem Kommentar wurde der AfD sinngemäß vorgehalten, konstruktive kommunalpolitische Arbeit sei nicht zu erkennen. Gleichzeitig wird darauf verwiesen, dass die AfD im jetzigen Kreistag keine nennenswerte Rolle spielt und in vielen Gemeinde- und Ortsräten bisher gar nicht vertreten war.
Beides gleichzeitig geht nicht.
Man kann einer politischen Kraft nicht ernsthaft vorwerfen, sie habe vor Ort noch nichts geleistet, wenn sie dort bisher kaum oder gar nicht mit eigenen Mandatsträgern vertreten war. Eine faire Bewertung kann erst dann erfolgen, wenn Wählerinnen und Wähler der AfD kommunale Verantwortung übertragen haben und unsere gewählten Vertreter in der kommenden Legislatur tatsächlich Ratsarbeit leisten können.
Kommunalpolitik besteht nicht aus Schlagworten, sondern aus Anträgen, Haushaltsberatungen, Ausschussarbeit, Gesprächen mit Bürgern und dem genauen Blick auf die Probleme vor Ort. Dazu gehören Landwirtschaft, Schulen, Straßen, Kitas, ärztliche Versorgung, Dorfentwicklung, Energiefragen, Sicherheit, Vereinsleben und solide kommunale Finanzen.
Genau daran wollen wir uns messen lassen.
Inhalte statt Unterstellungen
Der Vorwurf, die AfD beschränke sich auf einfache Parolen, wird der Sache nicht gerecht. Der AfD-Kreisverband Cuxhaven hat bereits ein Kommunalwahlprogramm mit konkreten Schwerpunkten vorgelegt. Wer ernsthaft über unsere kommunalpolitischen Ziele sprechen möchte, sollte diese Inhalte auch zur Kenntnis nehmen.
Wir wollen eine Politik, die die Sorgen der Menschen vor Ort ernst nimmt: bezahlbare Energie, funktionierende Infrastruktur, eine verlässliche medizinische Versorgung, starke Dörfer, sichere öffentliche Räume, vernünftige Ausgabenpolitik und eine Verwaltung, die für die Bürger da ist.
Gerade im Landkreis Cuxhaven unterscheiden sich die Herausforderungen von Ort zu Ort. Die Probleme einer Küstengemeinde sind nicht immer dieselben wie in einer Samtgemeinde im Binnenland. Kommunalpolitik braucht deshalb Bodenhaftung, Zuhören und den Willen, konkrete Lösungen zu erarbeiten.
Vor der Wahl entscheidet der Bürger
Politische Mitbewerber und Kommentatoren dürfen die AfD kritisieren. Das gehört zur Demokratie. Aber Kritik sollte sich an Tatsachen orientieren und nicht an Vorfestlegungen.
Wer bereits vor der Wahl behauptet, die AfD könne kommunale Verantwortung ohnehin nicht ausfüllen, ersetzt politische Auseinandersetzung durch Vorverurteilung. Wir sagen: Lassen Sie uns an unserer Arbeit messen — aber fairerweise an der Arbeit, die wir nach einer Wahl auch tatsächlich leisten können.
Am Ende entscheiden nicht Schlagzeilen, Kommentare oder Unterstellungen, sondern die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Cuxhaven.
Wir treten an, um Verantwortung zu übernehmen. Sachlich, bürgernah und mit klarem Blick auf die Themen, die unsere Städte, Gemeinden und Dörfer wirklich bewegen.
Quelle / Anlass der Einordnung:
Dieser Beitrag bezieht sich auf die Berichterstattung der Nordsee-Zeitung / Cuxhavener Nachrichten vom 21. Mai 2026. Der Originalartikel ist online beim Verlag abrufbar; der Zugang kann teilweise kostenpflichtig sein: Zum Artikel der Nordsee-Zeitung
