Beim öffentlichen Grünkohlessen des CDU-Samtgemeindeverbandes Börde Lamstedt in Abbenseth standen Windkraft, Biogas, Speicher und regionale Wertschöpfung im Mittelpunkt. Vorgestellt wurde ein energiepolitischer Kurs, der den weiteren Ausbau erneuerbarer Energien als wirtschaftliche Chance für den ländlichen Raum versteht. Die AfD hörte aufmerksam zu und wertete die Aussagen anschließend aus.
Die Richtung des Abends war eindeutig: Windkraft, Solar, Speicher, Wärmekonzepte und perspektivisch auch Wasserstoff wurden als Bausteine einer künftigen Standortpolitik für die Region dargestellt. Dahinter stand die Vorstellung, dass dort, wo große Mengen Energie erzeugt werden, auch wirtschaftliche Entwicklung, neue Betriebe und zusätzliche Perspektiven für den ländlichen Raum entstehen könnten.
Genau an diesem Punkt beginnen jedoch die entscheidenden Fragen. Denn was auf solchen Veranstaltungen häufig als Fortschritt und Chance präsentiert wird, bedeutet vor Ort auch mehr Flächendruck, weitere Eingriffe in Landschaft und Lebensumfeld, neue Akzeptanzkonflikte und die offene Frage, wie viel von der versprochenen Wertschöpfung am Ende tatsächlich in den betroffenen Gemeinden bleibt.
Immer wieder wurde darüber gesprochen, dass Kommunen finanziell profitieren könnten. Gleichzeitig blieb unklar, wie belastbar solche Erwartungen in der Praxis wirklich sind. Zwar wurden Beteiligungsmöglichkeiten, gesetzliche Abgaben und wirtschaftliche Chancen erwähnt, doch die zentrale Frage blieb offen: Reicht das am Ende tatsächlich aus, um die Belastungen für Bürger, Landschaft und Infrastruktur aufzuwiegen?

Auch beim Thema Biogas, Speicher und Wärmeversorgung wurde deutlich, dass es viele technische Ideen und politische Absichtserklärungen gibt, aber weiterhin erhebliche Unsicherheiten bei Rahmenbedingungen, Wirtschaftlichkeit und praktischer Umsetzung bestehen. Gerade deshalb genügt es nicht, immer neue Ausbauziele zu formulieren, wenn zugleich offenbleibt, wie ein stimmiges Gesamtkonzept für die Region aussehen soll.
Auffällig war zudem, dass die Bürgerperspektive zwar angesprochen wurde, jedoch eher im Sinne von Akzeptanzmanagement als im Sinne klarer Grenzen. Aus AfD-Sicht reicht das nicht aus. Wer den ländlichen Raum immer stärker mit Windkraft-, Speicher- und Energieinfrastruktur überzieht, muss ehrlich beantworten, wo die Grenze des Zumutbaren liegt und welcher konkrete Nutzen dauerhaft bei den Menschen vor Ort ankommt.

Für uns bleibt deshalb entscheidend: Energiepolitik darf nicht gegen die Interessen der Bürger, der Gemeinden und des ländlichen Raums betrieben werden. Entscheidend ist nicht, wie gut sich ein Konzept auf einer Veranstaltung anhört, sondern ob es nachvollziehbar, wirtschaftlich tragfähig und für die Region insgesamt sinnvoll ist.
Unser Fazit des Abends lautet daher: Die CDU setzt in der Börde Lamstedt klar auf den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien und will diesen wirtschaftlich stärker mit regionaler Entwicklung verknüpfen. Offen bleibt jedoch, wie hoch der reale Nutzen für Bürger und Gemeinden tatsächlich ist, wie viel Wertschöpfung dauerhaft vor Ort bleibt und wie mit den wachsenden Belastungen für Landschaft, Flächen und Akzeptanz umgegangen werden soll.
Die AfD im Landkreis Cuxhaven wird diese Entwicklung weiterhin aufmerksam begleiten, sachlich auswerten und dort klar widersprechen, wo politische Wunschbilder mit der Realität vor Ort nicht mehr übereinstimmen. Für uns stehen die Interessen der Bürger, die Belastbarkeit der Gemeinden und der Schutz des ländlichen Raums im Mittelpunkt.

