Der Landkreis trägt als Schulträger Verantwortung für funktionierende, gut ausgestattete und sichere Schulen. Unser Ziel ist es, verlässliche Rahmenbedingungen zu schaffen, die konzentriertes Lernen und pädagogische Arbeit ermöglichen.
Dazu gehören moderne und instand gehaltene Schulgebäude, sichere und gut beleuchtete Schulwege sowie eine funktionale und barrierefreie Ausstattung. Investitionen in Gebäude und Infrastruktur verstehen wir als Investitionen in die Zukunft unserer Region. Eine qualitativ verlässliche und bezahlbare Schulverpflegung gehört ebenfalls zu einem funktionierenden Schulalltag. Funktionalität und Unterrichtsqualität haben Vorrang vor überzogenen technischen oder ideologisch motivierten Vorgaben.
Digitale Ausstattung ist eine kommunale Pflichtaufgabe, darf jedoch kein Selbstzweck sein. Analoge Grundfertigkeiten bleiben Grundlage schulischer Bildung. Wir setzen uns für stabile Netzwerke, eine zuverlässige technische Infrastruktur und gemeinsame IT-Strukturen im Landkreis ein, um Kosten zu senken und Datensicherheit zu erhöhen. Nachhaltige Wartung vorhandener Systeme hat Vorrang vor immer neuen Beschaffungen. Perspektivisch soll an jedem Schulstandort ein kommunal finanzierter IT-Ansprechpartner zur Verfügung stehen, damit Technik pädagogische Arbeit unterstützt und nicht behindert.
Leistung verdient Anerkennung und Förderung. Gleichzeitig benötigen Schülerinnen und Schüler mit Unterstützungsbedarf gezielte Hilfen. Entscheidend ist ein ausgewogenes Verhältnis von Fördern und Fordern. Dauerhafte Absenkungen von Anforderungen lehnen wir ab.
Sprachkompetenz ist eine zentrale Voraussetzung für schulischen Erfolg. Unterricht darf nicht durch grundlegende Verständigungsprobleme dauerhaft ausgebremst werden. Der Landkreis soll vorhandene Förderangebote organisatorisch unterstützen und in Zusammenarbeit mit Land und freien Trägern geeignete Rahmenbedingungen für frühzeitige und strukturierte Sprachförderung schaffen.
Eltern tragen die Hauptverantwortung für die Erziehung ihrer Kinder. Schule und Schulträger sollen partnerschaftlich mit Eltern zusammenarbeiten und Entscheidungen transparent kommunizieren. Schulische Projekte, organisatorische Veränderungen und besondere Maßnahmen müssen nachvollziehbar dargestellt und frühzeitig erläutert werden. Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Schule, Elternhaus und Schulträger stärkt den Bildungserfolg und sorgt für Akzeptanz vor Ort.
Gerade im Flächenlandkreis Cuxhaven sind praxisnahe Bildungswege von besonderer Bedeutung. Wir unterstützen Kooperationen zwischen Schulen, regionalen Betrieben und Kammern sowie Ausbildungs- und Praktikumsbörsen im Landkreis. Der Übergang von Schule in Ausbildung soll verbessert und die berufsbildenden Schulen im Landkreis gestärkt werden. Berufliche Bildung ist gleichwertig und sichert die wirtschaftliche Zukunft unserer Region.
Mobilität im ländlichen Raum ist Voraussetzung für Bildungsgerechtigkeit. Schulwege und Busverbindungen müssen zuverlässig, wirtschaftlich vertretbar und für Schülerinnen und Schüler zumutbar sein