Die AfD hat mehrfach eklatante Fehler bei der Finanzplanung des Landkreises kritisiert. Zum Beispiel in der vergangenen Kreistagssitzung am 02.12.2020 mussten 3 Millionen Euro überplanmäßig genehmigt werden. Kosten, die jährlich bisher immer im Bereich von etwa 5 % gestiegen sind wurden nur mit knapp 2 % im Ansatz berücksichtigt und stiegen aber wieder um etwa 5%. Beim Personalbudget fehlten knapp 3 Millionen Euro, weil trotz der Schaffung von etwa 20 zusätzlichen Stellen der Ansatz für die Personalkosten um 1 Million Euro verringert wurde. In der vorherigen Kreistagssitzung am 23.09.2020 stellte sich heraus, dass ein wichtiger Ausgabenposten völlig vergessen wurde. Dieser Haushalt stand von Anfang an unter keinem guten Stern. Als er in der Kreistagssitzung am 12.12.2019 beschlossen wurde teilte die Kreisverwaltung vier Tage später mit, dass bei den Personalkosten knapp 2 Millionen Euro fehlen. Diese Art der Haushaltsführung kritisiert die AfD scharf. Ein Unternehmer, der so wirtschaften würde wäre längst pleite, im Landkreis funktioniert das nur, weil man immer wieder auf die Steuerzahler zurückgreifen und weitere Millionen nachschießen kann.

Kürzlich hat die AfD im Landkreis einige politische Erfolge erzielt. Sie setze sich sehr dafür ein, dass der Landkreis den Gemeinden etwas mehr finanziellen Spielraum belässt, indem er die Kreisumlage senkt. Ein entsprechender Antrag wurde auf der Kreistagssitzung am 23.09. noch von einer Mehrheit abgelehnt und kritisiert. Auf der darauffolgenden Sitzung am 12.12. aber gab es eine Mehrheit für eine nicht ganz so starke Senkung der Umlage. Ähnlich bei den Ausgaben des Landkreises für die Willkommenskultur. Die AfD-Forderung nach deren Streichung wurde zunächst scharf kritisiert, später beschloss die Mehrheit eine erhebliche Senkung. Vorbereitungen für einen möglichen Blackout, also großflächigen Stromausfall, der durch das Abschalten von immer mehr bei jedem Wind und Wetter zuverlässig Strom liefernden Kraftwerken leider immer wahrscheinlicher wird wurden durch einen Antrag eines AfD-Kreistagsabgeordneten in den Katastrophenschutzplan des Landkreises aufgenommen. Die Liste könnte man lange fortsetzen, die AfD ist im Kreistag sehr erfolgreich.

Die SPD-nahe Lokalpresse, die zuvor der AfD vorgeworfen hatte, nur ein einziges Thema politisch zu verfolgen und fast alle Presseerklärungen der AfD ignorierte erhebt jetzt den Vorwurf, dass die AfD-Kreisfraktion „lächerlich“ und „selbstherrlich“ sei. Dieser verzweifelte Versuch die AfD schlecht zu machen wird genauso wenig Erfolg haben wie die vorherigen. Natürlich ist die AfD-Fraktion nicht das Machtzentrum im Kreistag, aber sie macht erfolgreiche Oppositionsarbeit und bringt politische Initiativen in die Kreisgremien ein, die fast immer zunächst abgelehnt, später aber nicht selten in ähnlicher Form von der Mehrheit beschlossen werden.