Schon länger ist der AfD aufgefallen, dass manche Kollegen der CDU im Kreistag manchmal zunächst sehr redegewandt die Schaffung zusätzlicher Stellen in der Kreisverwaltung oder Ausgabensteigerungen kritisieren, anschließend aber genau das zuvor Kritisierte beschließen.

In der Kreistagssitzung vom 02.12. ist es der AfD gelungen, dieses doppelte Spiel der Union zu beenden. Der AfD-Vertreter führte aus, dass die Ausgaben des Landkreises teilweise nicht sorgfältig genug vorausgeplant wurden. Zum Beispiel wurden etwa 20 neue Stellen in der Verwaltung geschaffen, gleichzeitig aber der Ansatz für die Personalkosten um 1 Million Euro verringert. Natürlich konnte das nicht gut gehen, mit einer Eingabe an die Kommunalaufsicht versuchte die AfD noch, eine solide Planung durchzusetzen, was aber leider nicht gelang, weil das SPD-geführte Innenministerium alle Bedenken vom Tisch wischte. Jetzt kam es genau so, wie es kommen musste: zu Jahresende fehlen nun knapp 3 Millionen Euro im Personalbudget.

Auf ihre Mitverantwortung dafür angesprochen blieb der CDU nichts anderes übrig als sich auf die Seite von rot-grün und Landrat zu stellen, das zu verteidigen und der AfD zu unterstellen, sie würde die Auszahlung der Gehälter der Beschäftigten gefährden. Das tut sie natürlich nicht, die Gefahr dafür geht von den etablierten Parteien aus, die die Anzahl der Stellen in der Kreisverwaltung in den vergangenen Jahren von etwa 800 auf jetzt über 1000 erhöht und damit die Personalkosten massiv in die Höhe getrieben haben! Und ein wenig stolz macht es schon, wenn ein Polit-Neuling der AfD so erfolgreich im Kreistag argumentiert, dass für die politischen Gegner ein erfahrender Bundespolitiker und der Landrat persönlich die Gegenreden halten.