An vielen Orten konnten bisher keine Windräder aufgestellt werden, weil sie für seltene Vogelarten zur tödlichen Falle werden. Jetzt hat sich die Bundesregierung einen Trick überlegt, wie sie den Artenschutz umgehen kann, nämlich indem sie ins Gesetz schreibt, dass die Versorgung mit Windenergie angeblich „im öffentlichen Interesse“ liegen und der „öffentlichen Sicherheit“ dienen würde.

Das ist an Dreistigkeit kaum zu überbieten, weil genau das Gegenteil der Fall ist: wenn keine konventionellen Kraftwerke mehr im Hintergrund vorhanden sind, dann ist es bei Dunkelflaute ganz schnell tatsächlich dunkel in Deutschland und weil dann auch die Wasser- und Lebensmittelversorgung zusammen bricht wäre es um die öffentliche Sicherheit in diesem Fall sehr schlecht bestellt.

Solange es keine bezahlbare Energie-Speichermöglichkeiten gibt ist es daher nicht zu verantworten, konventionelle Kraftwerke abzuschalten und zu hoffen, dass das Ausland genug überschüssigen Strom haben und an uns verkaufen wird, wenn kein Wind weht und keine Sonne scheint.

https://www.welt.de/politik/deutschland/article218563728/Windkraft-An-diesem-Gutachten-koennten-die-Plaene-der-Regierung-scheitern.html