Die Mehrheitskooperation aus CDU/FDP, SPD und Grüne im Kreistag gab der Kreisverwaltung den Auftrag, bei den Personalkosten in diesem Jahr 1 Million Euro einzusparen. Die AfD sah diese Pläne von Anfang an mit großer Skepsis, weil gleichzeitig die Schaffung zahlreicher neuer Stellen beschlossen wurde und machte konkrete Vorschläge für realistische Einsparmöglichkeiten, die von der Mehrheit abgelehnt wurden.

Jetzt, knapp ein Jahr später zeigt sich, dass die Bedenken der AfD vollumfänglich berechtigt waren. Erwartungsgemäß verringern sich Personalkosten nicht bei Erhöhung der Stellenzahl, sondern im Gegenteil, sie erhöhen sich dann natürlich auch, nämlich nach aktueller Schätzung um knapp 3 Millionen Euro in diesem Jahr. Das heißt statt einer Million Euro Einsparung fast 3 Millionen Euro Mehrausgaben!

Der Landrat weist wieder einmal die Verantwortung dafür von sich, indem er aktuell von einer „Unausführbarkeit von politischen Vorgaben“ spricht. Doch so einfach kann er sich nicht aus der Verantwortung stehlen. Als Hauptverwaltungsbeamter hätte er spätestens am 12.12.2019 bei der Verabschiedung des Haushalts für 2020 im Kreistag zum Ausdruck bringen müssen, dass diese politischen Vorgaben seiner Einschätzung nach unausführbar sind. Wenn er es da noch nicht gemerkt haben sollte, dann hatte er noch Wochen später die Gelegenheit dazu, nämlich als die AfD Kreistagsfraktion diese Bedenken in einer Eingabe der Kommunalaufsicht vortrug. Doch auch da wieder wiegelte die Kreisverwaltung ab, so dass die AfD-Beschwerde als angeblich unbegründet abgewiesen und der Haushalt trotz erheblicher Unterdeckung genehmigt wurde. Daher bleibt die AfD Kreistagsfraktion bei ihrer scharfen Kritik auch am Herrn Landrat, der diese chaotischen Zustände im Kreishaushalt mitzuverantworten hat und erneuert ihre Forderung, dass sich der Landkreis auf seine Kernaufgaben konzentrieren soll.