In Artikel 18 der Verfassung der DDR von 1968 heißt es: „(…) Die Deutsche Demokratische Republik fördert und schützt die sozialistische Kultur, die dem Frieden, dem Humanismus und der Entwicklung der sozialistischen Menschengemeinschaft dient. Sie bekämpft die imperialistische Unkultur, die der psychologischen Kriegführung und der Herabwürdigung des Menschen dient. (…)“

In der kürzlich vom Stadtrat (gegen die Stimmen der AfD) beschlossenen Richtlinie zur Kulturförderung ist festgelegt, dass unter anderen Projekte unterstützt werden zur/zum:

– „Stärkung der Willkommenskultur in der Stadt Cuxhaven“

– „Anstoß zu interkulturellem und interreligiösem Dialog, aktive Förderung der Toleranz, Weltoffenheit und des gesellschaftlichen Bekenntnisses zur Diversität“

– „Förderung der Integration, Inklusion sowie der Ermöglichung der Teilhabe aller sozialen Gruppen am kulturellen Leben“

Der Vergleich zeigt, wie wir uns auch in der Kulturförderung den Zuständen in der DDR langsam aber sicher annähern. Die Kriterien haben sich geändert, in der DDR wurde nur mit dem Sozialismus konforme Kultur gefördert, während es jetzt auf Willkommenskultur, Diversität, Integration usw. ankommt. Identisch ist aber, dass in beiden Fällen die Kultur benutzt wird, um politische Ziele zu erreichen, indem nur das gefördert wird, was den politischen Vorgaben entspricht.

Bleibt nur noch festzuhalten, dass das in der Stadtratssitzung am 03.09.2020 einzig die AfD Ratsleute ablehnten, CDU und FDP nickten diese links-grünen ideologischen Vorgaben für die Kulturförderung ab.