Die Bundesregierung zeigt wieder einmal, dass ihre Politik vor allem darin besteht, Lasten in die Zukunft zu schieben. Zum Beispiel die Pflicht von überschuldeten Unternehmen zur Anmeldung der Insolvenz. Was angesichts der Corona-Krise auf den ersten Blick sinnvoll klingt, erweist sich bei genauerer Betrachtung als großes Problem: überschuldete Unternehmen können weiter Verpflichtungen eingehen und damit weitere gesunde Unternehmen mit in die Insolvenz reißen, wenn sich deren Forderungen später als nicht werthaltig erweisen.

Besonders pikant hierbei ist, dass die Verlängerung bis Ende März 2021 gelten soll, genau nach den Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg.

https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/ministerin-will-pflicht-zum-insolvenzantrag-weiter-aussetzen-16895940.html