Während die Etablierten mit dem in Cuxhaven aufgenommenen Corona- Passagierschiff ihr Helfersyndrom ausleben, sieht die AfD diese Angelegenheit kritisch: Natürlich ist es für die betroffenen Besatzungsmitglieder sehr schön, dass zumindest einige jetzt endlich nach Hause fliegen können. Nur so einfach ist das nicht, während des gewöhnlichen Kreuzfahrtbetriebs kamen diese Schiffe nicht nach Cuxhaven. Die Häfen, die sie regelmäßig anliefen und viel Geld damit verdienten ließen sie nun nicht mehr anlegen, wohl wissend, wie schwierig und aufwendig das Krisenmanagement für eine Gruppe von etwa 3000 überwiegend ausländischen Seeleuten mit einigen Corona- Fällen ist.

Man könnte sich darüber aufregen, dass wieder einmal viel gelogen wurde. Erst hieß es, dass kein einziger Corona-Fall an Bord sei. Dieses Argument wurde mehrfach zur Rechtfertigung für die Aufnahme des Schiffes herangezogen, bis jetzt die Wahrheit scheibchenweise ans Licht kommt. Erst wurde ein Fall zugegeben, aktuell sieben.

Doch der Hauptpunkt ist ein anderer: Der Heimathafen des Schiffes ist Valletta, das heißt die Reederei hat es nach Malta ausgeflaggt. In guten Zeiten geht man ins Steuerparadies und vermeidet soweit wie möglich das Zahlen von Steuern und Sozialabgaben. In schlechten Zeiten erinnert man sich dann wieder an sein Vaterland und nimmt für das Krisenmanagement die Dienste von Kreisverwaltung und Landesregierung in Anspruch.

Während die Etablierten dieses Spiel mitmachen, kritisiert es die AfD. Wer seine Schiffe nach Malta ausflaggt, der soll in der Krise nach Malta gehen!