Die AfD-Fraktion hat der Kreisverwaltung gegenüber detailliert ausgeführt, dass sie für eine Verlängerung der Verfügungen des Landkreises keine Rechtsgrundlage sieht. Andere Länder zeigen, dass ohne solch gravierende Maßnahmen die Fallzahlen nicht signifikant höher, zum Teil sogar deutlich niedriger sind. Zum Beispiel ist keine Gefahr zu erwarten, wenn einzelne Bürger mit Maske und Abstand am Strand spazieren gehen, so dass eine Verfügung zum Sperren von Stränden ein unverhältnismäßig starker Eingriff in die Grundrechte der Bürger ist.

Noch problematischer ist das Verbot, dass Eigentümer ihre Zweitwohnungen gar nicht mehr nutzen dürfen. Das Land verbietet einen „kurzfristigen Aufenthalt zu touristischen Zwecken in Zweitwohnungen“, das heißt einen längere Aufenthalte, insbesondere zum Verbringen der gesamten Krisenzeit wären nach Landesrecht sehr wohl gestattet. Aktuell werden Flüchtlinge weiter in Deutschland verteilt und aus Griechenland weitere Einwanderer eingeflogen. Auch vor diesem Hintergrund ist das vollständige Verbot der Nutzung einer eigenen Wohnung nicht weiter haltbar, zudem eine Verbreitung des Virus auch in diesem Fall durch deutlich weniger weitgehende Schutzmaßnahmen ausgeschlossen werden kann, so wie es bei Reiserückkehrern erfolgreich praktiziert wird.

So wie immer wurden diese Argumente von den etablierten Parteien und der ihnen sehr nahestehenden Kreisverwaltung einfach vom Tisch gewischt. Doch die Vertreter der AfD lassen sich dadurch nicht entmutigen, sondern sind im Gegenteil stolz darauf, dass sie als einzige politische Kraft dafür eintreten, die Beschränkung der Grundrechte auf das erforderliche Mindestmaß zu begrenzen. Ein weiterer großer Unterschied ist die Grundlage der Politik: die AfD analysiert sachlich die Fakten. Wenn diese ergeben, dass Länder wie Südkorea oder Schweden auch ohne Herunterfahren der Wirtschaft keine signifikant höhere Infektionszahlen haben, dann gibt es keine Rechtfertigung mehr für die Verlängerung von nachweislich nicht notwendigen Beschränkungen!