Das Asylverfahren ist ein rechtsstaatlicher Prozess, in dem die Antragsteller viele juristische Möglichkeiten haben bis hin zu langwierigen Gerichtsprozessen, in denen die Entscheidung der Behörde überprüft wird. Wenn es dann nach langer Zeit zu einem Ergebnis kommt und nach Ausschöpfung aller rechtlicher Möglichkeiten die Ausreisepflicht letztinstanzlich fest steht, dann darf der Asylbewerber in vielen Fällen trotzdem in Deutschland bleiben. Damit führt man den Rechtsstaat ad absurdum. Ganz deutlich zeigt sich das aktuell: etwa 200.000 ausreisepflichtige Asylbewerber erhielten die Information, dass sie nicht abgeschoben werden können.

Vor diesem Hintergrund ist es völlig unverantwortlich, durch Initiativen wie die Seebrücke noch mehr Asylbewerber nach Deutschland zu locken, wie es die etablierten Parteien gegen heftigen Widerstand der AfD sowohl im Landkreis als auch in der Stadt Cuxhaven beschlossen haben. Damit zeigen die Altparteien, dass ihnen rechtsstaatliche Grundsätze nichts mehr bedeuten. Sie missbrauchen das Asylrecht als Türöffner für illegale Einwanderung.

https://www.welt.de/politik/deutschland/article205640443/Migration-Der-Flop-bei-freiwilligen-Ausreisen.html