Viele etablierte Medien berichten voller Stolz von der gerade erzielten Einigung zum Kohleausstieg, unten ist beispielhaft ein Artikel verlinkt. Zum geplanten Ausbau der „regenerativen Energien“ kann man da einiges finden, nur eine wichtige Frage wird nirgends beantwortet: woher kommt die Energie, wenn mal wenig oder gar kein Wind weht bzw. die Sonne nur sehr schwach oder gar nicht scheint?

Die Daten zur Abschaltung der Kohlekraftwerke wurden jetzt festgelegt, obwohl niemand weiß, wie die Energieversorgung bei Dunkelflaute sicher gestellt werden soll. Mal hört man Power-to-gas, andere favorisieren Wasserstoff, wieder andere setzen auf massiven Netzausbau zum internationalen Austausch („irgendwo weht immer Wind“) und Siemens präsentierte kürzlich in Hamburg einen Vulkangestein-Speicher. Ideen gibt es viele, nur kein durchgerechnetes Gesamtkonzept. Im Klartext: Das Abschalten wurde eindeutig festgelegt, für den Ersatz der vom Netz genommenen Leistung gibt es hauptsächlich Gedankenspiele und Versuche.

Am Strompreis wird deutlich, dass die Bundesregierung auf Sicht fährt: Man legt vorher keine Kalkulation vor, was es kosten wird, sondern lässt sich immer wieder von stetig steigenden Strompreisen „überraschen“. Der weitere Anstieg des mittlerweile etwa doppelt so hohen Strompreises in Deutschland im Vergleich zu vielen anderen EU-Ländern soll zukünftig mit Einnahmen aus höherer Besteuerung von Benzin und Diesel gebremst werden. Bei diesem Chaos zweifeln selbst manche Politiker der etablierten Parteien an dieser Politik. Ein CDU-Ministerpräsident sagte kürzlich, dass es fraglich sei, „ob die Energiewende klappt, ob die Kosten im Rahmen bleiben und ob die Versorgungssicherheit gewährleistet ist“ (siehe zweiter Link). Damit bringt er es auf den Punkt: die Bundesregierung experimentiert in der Energiepolitik planlos herum und setzt damit unseren Wohlstand aufs Spiel.

https://www.sueddeutsche.de/politik/braunkohle-kohleausstieg-einigung-1.4759003

https://www.welt.de/politik/deutschland/article205057510/Energiewende-Michael-Kretschmer-haelt-an-Atomkraft-fest.html