Normalerweise mögen Kinder ihre Großeltern. Doch das Establishment verfällt immer mehr in Klimahysterie und spaltet damit die Gesellschaft zwischen jung und alt. Auf der einen Seite die „gute“ Jugend, die freitags die Schule schwänzt, demonstriert und Forderungen nach sofortigem Ende der Verbrennung von Kohle, Öl und Gas erhebt. Auf der anderen Seite die „bösen“ älteren Menschen, die diese Forderungen als momentan unerfüllbar zurückweisen und kritisieren, dass damit Energie und Mobilität zu Luxusgütern werden, Bauvorschriften mit maximaler Wärmedämmung den Mangel an bezahlbarem Wohnraum verschärfen, bei Windstille die Lichter nicht ausgehen dürfen und für sich in Anspruch nehmen, dass sie ihren Arbeitsplatz natürlich brauchen.

Einen Beitrag zur Spaltung der Gesellschaft leistete kürzlich der Westdeutsche Rundfunk, als er seinen Kinderchor das Lied „Meine Oma ist ’ne alte Umweltsau“ singen ließ. In den Urlaub fliegen, an einer Kreuzfahrt teilnehmen oder Fleisch beim Discounter kaufen, das ist natürlich überhaupt nicht mit der links-grünen Weltanschauung vereinbar, das rechtfertigte nach Ansicht der WDR-Mitarbeiter die Beschimpfung als „Sau“.

Nach heftigen Protesten ruderte der Intendant des Westdeutschen Rundfunks zurück, ließ den Videoclip löschen und entschuldigte sich dafür. Damit könnte man meinen, wäre die Angelegenheit aus der Welt, doch weit gefehlt. Die betroffenen Mitarbeiter beschwerten sich über die Reaktion ihres Intendanten und den ihrer Ansicht nach fehlenden Rückhalt. Diese WDR-Redakteure sehen sich offenbar im Recht und halten es für angebracht, Menschen, von deren Gebühren sie leben öffentlich als „Sau“ zu beschimpfen. Aber den „Rechten“ werfen sie gerne vor, dass sie Hass und Hetze verbreiten würden!

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