Die Sendung „Hart aber Fair“ vom vergangenen Montag zu dem Anschlag in Halle war alles andere als fair. Mehrfach, gefühlt etwa die halbe Sendezeit lang wurde die AfD heftig angegriffen, insbesondere eine Vertreterin der Linken, ein SPD-Innenminister und ein prominentes jüdisches CDU-Mitglied unterstellten ihr Antisemitismus, Rassismus und vieles mehr. Es wurde kein AfD-Vertreter eingeladen, der zu diesen Vorwürfen hätte Stellung nehmen können. Damit zeigt das Staatsfernsehen wieder einmal, dass es an einer fairen politischen Debatte keinerlei Interesse hat, sondern den Zuschauern linke Ansichten eintrichtern will.

Natürlich kann man darüber diskutieren, ob ein Begriff wie „Vogelschiss in der Geschichte“ angemessen ist oder nicht. Es geht darum, dass das Establishment dazu neigt, die deutsche Geschichte auf die Zeit zwischen 1933 und 1945 zu reduzieren. Das war die schlimmste Zeit mit dem größten Verbrechen in der Menschheit und natürlich muss es das oberste politische Ziel sein, dass sich so etwas niemals wiederholt. Dennoch ist es falsch, den Deutschen diese furchtbare Zeit immer und immer wieder vorzuhalten. Wenn man beispielsweise fast täglich in der Zeitung Anspielungen auf und Aussagen zu dieser Vergangenheit liest, dann schießt man damit über das Ziel hinaus und erreicht bei manchen Menschen genau das Gegenteil, andere stumpfen ab und kommen irgendwann an den Punkt: „ich kann das nicht mehr hören“. Daher muss Kritik an dieser Form des Erinnerns zulässig sein, sie ist nämlich berechtigt.

Der zweite große Dissens ist die Frage nach der Ableitung von Forderungen für die aktuelle Politik. Das Establishment tut dies, häufig nicht direkt ausgesprochen, sondern angedeutet. Gemeint ist: weil Deutsche früher diese furchtbaren Verbrechen verübt haben, müssen wir heute viele Millionen Einwanderer aufnehmen, stets eine Armlänge Abstand halten, zunehmende Gewalt und Kriminalität hinnehmen sowie auf manche persönliche Freiheiten verzichten. Das lehnt die AfD strikt ab, und zwar sowohl diese Forderungen als auch deren Begründung.