Im rot-rot-grün regierten Berlin erhielt ein Bäcker Post vom Amt: Er hatte die Abkürzung der Mengenangabe Kilogramm groß geschrieben, was nicht zulässig sei, es dürfe nur „kg“ verwendet werden. Man könne beim Lesen der Preistafel in der Bäckerei bei „1 KG Brot“ nicht eindeutig erkennen, dass „ein Kilogramm Brot“ gemeint sei, sondern es auch als „eine Kommanditgesellschaft Brot“ missverstehen. Ein gravierender Rechtsverstoß, für den die Behörde eine Geldbuße in Höhe von bis zu 25.000 Euro androhte.

Ziemlich streng in Berlin, könnte man meinen, aber es gibt auch eine ganz andere Seite. Eine grüne Bezirksbürgermeisterin erklärte kürzlich, dass Drogenhandel zur „inklusiven Stadtkultur“ dazugehören würde. „Man wolle niemanden ausgrenzen“, auch keine Drogendealer. Das Unterbinden des illegalen Handels mit Drogen, sprich die Durchsetzung des geltenden Rechts kommt ihrer Auffassung nach offenbar nicht in Frage, weil sich manche dann fragen würden, wer als nächstes dran sei: „Heute ist es die Dealergruppe, die rausgeschickt wird, und wer ist es morgen?“

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