Es gibt einiges zu tun in der Kreispolitik. Der Haushalt muss in Ordnung gebracht werden, da ihn die Mehrheitskooperation aus CDU/FDP, SPD und Grüne gegen die Wand gefahren hat. Dem Landrat blieb nichts anderes übrig, als eine Haushaltssperre zu verhängen. Damit gefährdet man wichtige zukünftige Investitionsprojekte, die bei einer solchen Haushaltssituation nicht genehmigt werden. Des weiteren leiden etliche Schulen des Landkreises unter Raumnot oder sind marode, aber manche Schulbauprojekte kommen nicht voran, bei anderen gibt es Planungsfehler und Kostenexplosionen. Andere Schulen stolpern von einem Provisorium zum nächsten, eine Schule sogar dreifach mit Mensa-Zelt, Klassenraum-Containern und provisorisch eingerichteter Außenstelle.

Doch statt sich mit den von der AfD vorgeschlagenen Lösungsmöglichkeiten für diese Probleme zu befassen, verfolgen die etablierten Parteien ideologische Ziele. Sie setzten durch, dass entsprechend des Klima-Hypes sich die Kreispolitik jetzt mit der Frage beschäftigen soll, ob der Landkreis den Klima-Notstand ausruft. Auch soll der Landkreis Cuxhaven zukünftig außenpolitisch aktiv werden. Ja, Sie haben richtig gelesen, sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger, der Landkreis soll dazu beitragen, dass die Welt atomwaffenfrei wird. Und Nachhaltigkeit darf natürlich auch nicht fehlen, ein Nachhaltigkeits-Rat soll eingerichtet, Aktionstage veranstaltet sowie Konzepte und Berichte geschrieben werden. Diesen Bürokratie-Aufbau hat die AfD im Kreistag entschieden abgelehnt und gefordert, dass sich der Landkreis stattdessen mit den Dingen beschäftigen soll, für die er zuständig ist, weil es dort mehr als genug zu tun gibt und etliche Probleme bis jetzt noch nicht gelöst sind. Leider sehen das offenbar fast alle anderen politischen Gegner anders, die AfD stand mit dieser Forderung im Kreistag ziemlich alleine da.