Am 28.12.2018 veröffentlichte die AfD Cuxhaven auf ihrer Facebook-Seite folgende Aussage über die Politik der Mehrheitskooperation aus CDU/FDP, SPD und Grüne im Landkreis Cuxhaven: „Nachdem die Mehrheitskooperation entschied, zwei von drei Förderschulen im nordwestlichen Landkreis zu schließen bzw. auslaufen zu lassen, stellt sie jetzt ganz überrascht fest, dass die einzige verbliebene Förderschule aus allen Nähten platzt, unhaltbare hygienische Zustände herrschen und zukünftig möglicherweise Schüler abweisen muss.“

Drei Tage später, am 31.12.2018 äußern sich in den Cuxhavener Nachrichten auf Seite 8 zwei CDU-Landtags- und Kreistagsabgeordnete zu diesem Thema. Da ist zu lesen: „Die Aufgabe der Förderschulen Lernen im Landkreis Cuxhaven ist ein Grund, warum die „Schule am Meer“ für geistige Entwicklung in Cuxhaven aus den Nähten platzt, weil Eltern ihre betreuungsbedürftigen Kinder dort anmelden“.

Das deutet darauf hin, dass die CDU die drei Tage zuvor von der AfD veröffentlichte Aussage mit andern Worten wiederholt hat. Auch wenn das für den Urheber natürlich ärgerlich ist, ist es von der Sache her dennoch zu begrüßen, wenn jemand das Richtige abschreibt. Das Problem ist nur, dass die CDU diese Inhalte, die sie hier verkündet politisch nicht vertritt.

Schon am 7. Juni 2017 beschloss der Kreistag Cuxhaven, die Förderschule Lernen in Otterndorf zu schließen. Die AfD stimmte geschlossen dagegen, aus der gesamten CDU/FDP-Gruppe gab es gerade einmal vier, die den Mut hatten, mit der AfD gegen die Schließung dieser Schule zu stimmen. Das war besonders ärgerlich, weil die Schließung der Förderschule hätte verhindert werden können, wenn die CDU/FDP-Gruppe ebenso wie die AfD geschlossen dagegen gestimmt hätte. Daher ist es umso bemerkenswerter, dass sich CDU-Vertreter jetzt, gut eineinhalb Jahre später beschweren, dass die Kreisverwaltung kein Konzept zur Lösung des Problems habe, das sie selbst mit angerichtet haben.

Dieses Verhalten zeigt aber auch: Im Landkreis Cuxhaven vertritt nur die AfD konsequent konservative Schulpolitik, sie sprach sich von Anfang an dafür aus, die bewährten und nachgefragten Förderstrukturen zu erhalten, hat alle Förderschulschließungen abgelehnt und mehrfach an die Kolleginnen und Kollegen der CDU appelliert, den Fortbestand der Kooperation NICHT über das Wohl der Kinder zu stellen.