Die Zeiten, wo die etablierten Parteien hinter verschlossenen Türen kungeln konnten, sind durch den Einzug der AfD in den Stadtrat vorbei. Ein Beispiel: Für den Verkauf des Grundstücks im Stadtzentrum, auf dem das Abendroth-Quartier gebaut wurde, hätte die Stadt einen ordentlichen Kaufpreis in Millionenhöhe erhalten und einige Altschulden tilgen können.

Doch daraus wurde nichts, nachträglich wurde in den schon notariell vorbereiteten Kaufvertrag ein Tausch-Deal eingefügt: Anstatt der Zahlung des Kaufpreises sollte dieses Grundstück in bester innerstädtischer Lage gegen einen Acker in Altenbruch eingetauscht werden. Natürlich hatte das Ackerland bei weitem nicht den Wert der Baugrundstücke im Herzen Cuxhavens, aber da wurde getrixt: Obwohl es etwa 20 Jahre lang nicht gelungen ist, den Acker in Altenbruch städtebaulich zu entwickeln, deklarierte man ihn einfach zu „Bauerwartungsland“, so dass ein entsprechend hoher Wert berechnet werden konnte.

Die AfD hat heftigst gegen diese Kungelei protestiert, sich sogar an die Kommunalaufsicht gewendet und dabei viele sachliche Argumente vorgebracht, zum Beispiel dass die Tatsache, dass sich 20 Jahre lang kein Interessent für ein Bauprojekt auf dem Acker in Altenbruch fand doch gerade beweist, dass eine Bebauung dort nicht umsetzbar ist und die Ausweisung als Bauerwartungsland völlig unbegründet ist. Doch leider wurden all diese Argumente vom Tisch gewischt, die Altparteien haben diese Kungelei zum Schaden der Stadt Cuxhaven eiskalt durchgezogen.